
Woche 1: Leben mit Zeit
Macht den bestmöglichen Gebrauch von eurer Zeit, gerade weil wir in einer schlimmen Zeit leben. (Epheser 5,16)
Die Fastenzeit hat begonnen – und fordert uns heraus, unsere Prioritäten zu überprüfen: Ohne was kann ich gar nicht leben? Wofür habe ich wirklich keine Zeit?
Das mit der Zeit ist so eine Sache. Meistens sind wir gestresst und rennen unseren Aufgaben hinterher.
Aber warum eigentlich? Weil wir es gut machen wollen! Wir möchten unsere Mitmenschen glücklich machen und in unserem Leben erfolgreich sein. Denn wenn wir versagen, bleibt wenig von uns übrig.
Sehen Sie das Problem? Oft lassen wir uns stressen, weil wir uns unserer Identität nicht sicher sind. Wir sind, wer wir bei anderen scheinen: Überflieger oder Versager.
Jesus dringendster Wunsch ist es, dass Menschen ihre Identität in ihm finden und echt werden. Deshalb ist seine Anforderung an unsere Zeit radikal:

"Was für eine Entlastung ist das! Kann man denn von einer biblischen Prioritätenreihenfolge sprechen? Ich meine ja.
Gott ist dabei nicht die klassische Nummer eins, denn Juden denken nicht linear, sondern beziehungsorientiert und mit dem Blick für das Ganze. Gott ist über allem und in allem, egal, welcher Lebensbereich in den Blick genommen wird.
Was folgt in der Prioritätenreihenfolge danach? Beziehungen: Familie, dann sofort Freundschaften, dann sonstige Beziehungen. Beziehungen – horizontal zu Menschen und vertikal zu Gott – sind der Bibel grundsätzlich wichtiger als Ertrag, z. B. im Beruf."
(Christof Lenzen. In: Glaube am Montag. SCM R. Brockhaus, 2011)
Gebet
Schenke du dich mir, mein Gott, schenke du mich dann dir zurück!
Sieh, ich liebe, und ist es zu wenig, will ich noch mehr lieben.
Ich kann es nicht ermessen, wie viel an Liebe mir noch fehlt, bis ihrer genug wäre,
dass mein Leben endgültig sich in deine Arme wirft, um geborgen zu sein in der Verborgenheit deines Angesichts.
Nur das eine weiß ich, dass es mir, wenn ich dich nicht habe, schlecht ergeht,
nicht nur im Äußeren, auch in mir selbst,
und dass mir aller Reichtum, der nicht mein Gott ist,
tiefe Armut wird.
(Augustinus von Hippo, 354 - 430. In: Liebe, ich will dich lieben. SCM R. Brockhaus, 2012)
Produkt der Woche
Lilly, Tom und das Ostergeheimnis
In diesem Buch mit Leporello-Kalender zum Aufstellen nehmen die Protagonisten Lilly und Tom die Kinder mit auf den Weg zum Osterfest: Jeden Tag gibt es eine Geschichte, die den Kindern ein Stückchen mehr vom Geheimnis um Ostern offenbart.
Hinter den Kalenderkläppchen verbergen sich die dazu passenden Aufgaben für den Tag – z. B. etwas, auf das die Kinder heute verzichten oder das sie tun könnten, um Jesus näher zu kommen. So entdecken sie spielerisch den Sinn des Fastens.





