Feiert Jesus! 18 ist da!
„Feiert Jesus!" wird volljährig
Man hört der Reihe an, dass sie nun schon seit über achtzehn Jahren auf dem Markt ist. Die aktuelle CD ist nämlich rockiger, ein bisschen „kantiger" geworden. Erwachsener eben.
Dabei sind die Lieder immer noch leicht mitsingbar - und finden sich auch im aktuellen Liederbuch wieder. Das Solisten-Team, das dieses Mal aus Pamela Natterer, Anja Lehmann, Juri Friesen und Thomas Enns besteht, singt Titel wie z.B. Brooke Frasers „Hosanna", Albert Freys Version von Psalm 30 „Mein Lebensretter" oder Sefora Nelsons „Lege deine Sorgen nieder".
Wieder einmal eine klasse Mischung aus deutschsprachigen Lobpreisliedern!
Im Interview
Grund für uns, einmal hinter die Kulissen zu schauen: Produzent Albert Frey und Chorleiter und Co-Produzent Alexander Lucas, lassen im Interview die vergangenen Jahre Revue passieren - und plaudern auch ein Wenig aus dem Nähkästchen.
Ein kleiner Vorgeschmack
Interview mit Albert Frey
Die „Feiert Jesus!"-Reihe ist ja nun seit Jahren sehr erfolgreich. Wie schaffst du es, trotz deiner Bekanntheit bodenständig zu bleiben?
Albert Frey: Mir ist sehr bewusst, dass ich ein unzulänglicher Mensch bin, mit Fehlern und Macken. Verheiratet zu sein hilft auch – meine Frau Andrea bekommt alles mit, ihr kann und muss ich nichts „vormachen". Als Ausgleich zum öffentlichen Leben versuche ich, zum Einen ein inneres Lebens zu führen mit Gebet, Stille, Klosterzeiten. Zum Anderen hilft mir Sport, handwerkliche Arbeit und der Umgang mit unseren Pferden, um bodenständig zu bleiben. Wir sind gerade in einen großen Bauernhof umgezogen!
Gab es Zeiten, in denen du das Gefühl hattest, dass dir die zahlreichen Auftritte und Konzerte zu viel werden?
AF: Ja, aber in den letzten Jahren habe ich – glaube ich – eine ganz gute Balance gefunden mit etwa 60 Veranstaltungen im Jahr, aber auch vielen Tagen Zuhause zum Schreiben, Erholen und für Studioarbeit.
Hat die Musik über die Jahre deinen Glauben verändert? Oder vielleicht sogar andersherum, hat der Glaube deine Musik verändert?
AF: Musik ist für mich eine wichtige Sprache, auch zu Gott – sie schafft mir einen Zugang zu ihm und auch zu meinem Herzen. Von daher ist Musik und Glaube bei mir im Laufe der Jahre gemeinsam gewachsen und hat sich gegenseitig inspiriert.
Die wichtigste Veränderung war bereits bei meiner Entscheidung für Jesus als 18-jähriger, der Entschluss, ab sofort Musik für ihn machen zu wollen.
Eine weitere Veränderung war ein Berufungserlebnis Anfang der 90er Jahre zur Lobpreismusik. Ab da habe ich hauptsächlich auf Gott ausgerichtete, einfache und mitsingbare Musik geschrieben.
Nach über 18 Jahren „Feiert Jesus!" schaffst du es immer noch neue Lieder zu schreiben. Woher nimmst du deine Inspiration?
AF: Ich bin ein kreativer,
initiativer Mensch – es kommt einfach aus mir heraus, ich kann es gar nicht verhindern. Aber ich kann meinen Geist, meine Begeisterung auf Gutes und Göttliches lenken, das dann zu Liedern verarbeitet wird. Da ist zuallererst die Bibel, eine unerschöpfliche Quelle. Aber auch Lebensweisheit, seelsorgerliche Erkenntnisse werden mir in den letzten Jahren wichtiger. Ich bin ein Jäger und Sammler – ich finde überall Liedideen!
Bei deinen Konzerten und Auftritten hast du sicher schon vieles erlebt. Gab es Begegnungen oder Erlebnisse, die dir besonders im Gedächtnis hängen geblieben sind? Oder dich besonders bewegt haben?
AF: Es gab ganz tolle Konzerte mit großen, vollen Hallen, begeisterten Rückmeldungen, lieben Mitarbeitern, tollem Essen und feinen Quartieren. Und es gab auch – aber das waren eher Ausnahmen – leere Stühle, uninteressierte Besucher, trockene Brötchen und muffige Matratzen im Keller. Einmal spielten wir bei einem Zeltlager am See im Zelt voller Stechmücken. Ich musste mich ständig entscheiden, ob ich eine Hand von der Gitarre nehme und damit die Musik unterbreche, oder mich stechen lasse. Aber später lacht man darüber …
Am Bewegendsten ist es aber, wenn wir immer wieder von Leuten hören, dass Lieder oder Konzerte zu lebensverändernden Botschaften Gottes für sie wurden.
Danke für das Gespräch.
Interview mit Alexander Lucas
Wie lange bist du schon musikalisch unterwegs?
Alexander Lucas: Das bin ich seit Anfang meiner Schulzeit: Blockflöte, Keyboard, als Viertklässler dann schon in der Schulband des örtlichen Gymnasiums … Durch eine jährlich stattfindende Musikfreizeit fand ich Zugang zu Lobpreisliedern mit Chor und Band.
Wie bist du zu den „Feiert Jesus!“-Produktionen gekommen?
AL: Es begann als Käufer des Liederbuches und der ersten CD, die auf dem Christival 1996 in Dresden als Paket angeboten wurden. Ich fand es klasse, all die schönen Lieder, die man da gehört hatte, dann auch als Noten und auf der CD zum Anhören und Nachspielen zu haben. Drei Jahre später lernte ich Lukas Di Nunzio, den Initiator und neben Albert Frey der Produzent der CDs, in meiner damaligen Gemeinde, der FeG Heidelberg, kennen. Er suchte gerade Sängerinnen und Sänger für den Chor und so kam es, dass ich im Chor der „Feiert Jesus! 5“ mitsang. Bei einem Lied dirigierte ich damals schon den Chor, was ich jetzt seit der „Feiert Jesus! 6“ regelmäßig mache. Seit „Feiert Jesus! 8“ stehe ich Albert Frey als Co-Produzent zur Seite und kümmere mich vor allem um das organisatorische Drumherum.
Bei den verschiedenen Feiert Jesus!-Produktionen hast du mit zahlreichen Künstler zusammengearbeitet. Gab es Menschen, mit denen du besonders gerne gearbeitet hast?
AL: Es ist immer wieder spannend, die Künstler, die man so aus den CD-Booklets kennt, persönlich kennen zu lernen und ihnen bei der Arbeit „über die Schulter“ zu schauen.
Mich beeindruckt in jedem Jahr neu, wie Albert Frey sich in die Lieder hineindenkt, die geistliche Tiefe der Texte musikalisch umsetzt und die Arrangements auch über die Jahre hinweg interessant und „neu“ gestaltet – ohne den charakteristischen Stil, der die „Feiert Jesus!“-Reihe prägt, zu verlassen.
Bleibenden Eindruck hat bei mir die Arbeit mit Bernd-Martin Müller († 2003) hinterlassen. Mit seiner Begeisterung für die Sache konnte er den Chor auch in anstrengenden Momenten, die es in den Aufnahmetagen natürlich immer wieder mal gibt, motivieren und zu Bestleistungen bringen. Unvergessen sind seine Chorsätze, die teilweise spontan direkt vor der Aufnahme ins Liederbuch gekritzelt wurden, aber einfach genial waren.
Spannend mitzuerleben war bzw. ist aber auch die Entwicklung junger Künstler wie Johannes Falk oder Andie Mette. Beide sind hier in die Rhein-Neckar-Region gezogen, haben ihre Ausbildung an der Popakademie in Mannheim gemacht. Ihre tolle musikalische und persönliche Entwicklung mitzuerleben – auch hörbar auf den „Feiert Jesus!“-CDs – das freut mich sehr.
Du bist ja auch schon seit Jahren fester Bestandteil der „Feiert Jesus!“-Familie. Hat sich im Laufe der Jahre dein Verhältnis zur Musik geändert? Hat sich dein Glaube durch die Musik verändert?
AL: Die Musik war für mich
Wegbereiter, mich auf die Suche zu machen und den Glauben an Jesus Christus zu entdecken. Sie ist mir zu einem wichtigen Wegbegleiter geworden, weil sie eine wunderbare Möglichkeit ist, mit Gott in Verbindung zu treten. Weltliche Musik macht Spaß, lenkt ab, kann entspannen und hochpushen. Christliche Musik kann all das auch und eben noch viel mehr. Diese Unterscheidung kennen zu lernen, das ist sicherlich etwas, was mich verändert hat in den Jahren.
Gab es besondere Erlebnisse/Begegnungen, an die du dich wohl immer erinnern wirst?
AL: Eigentlich immer, wenn ich ein Lied höre oder in der Gemeinde im Gottesdienst oder im Hauskreis spiele, kommen mir Erinnerungen an die Aufnahmen in den Kopf. Wir beschäftigen uns bei den Aufnahmen auch immer mit den Liedtexten. Und wenn die Autorin oder der Autor eines Liedtextes dann dabei ist, ist es immer sehr eindrucksvoll aus erster Hand zu hören, wie so ein Lied entstanden ist. Bei der Nr. 18 war das bei Liedern von Albert Frey, Pamela Natterer und Marcus Watta so.
Schöne Anekdoten gäbe es viele zu erzählen. Manche sollen aber den Beteiligten vorbehalten bleiben. Aber toll war schon, als der Chor den Song „Trading My Sorrows“, den wir als allerletzten der „Feiert Jesus! 10“ endlich im Kasten hatten, gar nicht mehr aufhören wollte zu singen …
Bei der „Feiert Jesus! 12“, die damals ohne Chor aufgenommen wurde, boten die Musiker alles auf, was das heimische Musikalienarchiv hergab. Allein die Anzahl der Gitarren, die Marcus Watta und Uli Kringler angeschleppt hatten – oder die verschiedensten Tasteninstrumente, die Florian Sitzmann aufbot und zum Teil parallel spielte. Die Spielfreude gipfelte in einer spontanen Session, die Albert Frey in einem Bonustrack auf der CD verewigte.
Was unterscheidet die „Feiert Jesus!“-Reihe deiner Meinung nach von anderen CDs?
AL: Die CDs entstehen nicht in einem Tonstudio nach und nach, Spur für Spur, Instrument für Instrument, sondern wir richten uns für 3-4 Tage in einem Gemeindehaus entsprechend ein, und nehmen jedes Lied gemeinsam und zeitgleich auf. So entstehen die Lieder in einem kreativen Zusammenspiel der Beteiligten, das Albert Frey als Arrangeur und Produzent in Bahnen lenkt. Das wirklich Besondere ist aber das Zusammenspiel von Profimusikern und –sängern mit den Chorteilnehmern, die sonst in ihren Gemeinden viel Lobpreismusik machen und für die es jeweils ein großes Erlebnis ist, bei so einer CD-Produktion mitwirken zu dürfen. Über die Jahre ist das schon eine große Zahl an Chorsängerinnen und –sängern, die quasi wie „Botschafter“ für das Projekt „Feiert Jesus!“ in ihren Gemeinden aktiv sind. Viele Beziehungen sind hier auch entstanden, die teilweise bereits über viele Jahre bestehen.
Vielen Dank.
Ebenfalls erhältlich
Feiert Jesus! 17
Für die aktuelle Platte der beliebten Lobpreis-Reihe haben Albert Frey und sein Team 12 Songs aus dem brandneuen Liederbuch "Feiert Jesus! 4" eingespielt. Das Ergebnis ist eine super Mischung aus jubelnden Lobpreissongs und ruhigen Anbetungsliedern:...
Feiert Jesus! - today
Das Begleitbuch für die Stille Zeit. Täglich neu einen der beliebten Songs entdecken, den Alltag unterbrechen und die Begegnung mit Gott vertiefen. In einem Jahr werden Themen wie Vergebung, Lob oder Fürbitte betrachtet und ausgelegt. Inspirierende...
Feiert Jesus! - today
Die ideale Ergänzung: Eine Auswahl von 30 Songs, aus dem gleichnamigen Andachtsbuch, interpretiert von bekannten Künstlern wie Johannes Falk, Andreas Volz, Pamela Natterer, Anja Lehmann u.v.m. Mit Titeln wie "Hosanna", "Wunderbarer Hirt", "Auge im...
Feiert Jesus! 4
DAS NEUE LIEDERBUCH IST DA!
Seit dem Start der Reihe im Jahr 1995 sind die "Feiert Jesus!"-Liederbücher nicht mehr wegzudenken aus Gemeinden, Jugendgruppen und Hauskreisen. Nach den erfolgreichen ersten drei Bänden erscheint nun das vierte...
Feiert Jesus! 4 - Ringbuch
Das neueste Liederbuch der beliebten "Feiert Jesus!"-Reihe in der praktischen Spiralbindung!
Immer beliebter wird „Feiert Jesus!“ als Ringbuch: Vor allem Musiker sind davon begeistert, denn das Ringbuch ist wunderbar praktisch für den...









