Julie Klassens Deutschlandtour

Vom 24. bis 26. September war Julie Klassen in Süddeutschland unterwegs. Sie erzählte von ihren Büchern, ihre Romanheldinnen und der Zeit von Jane Austen. Gemeinsam mit Leserinnen zelebrierte sie eine "Tea Time" und natürlich signierte sie auch ihre Bücher.

Alle Bücher von Julie Klassen finden Sie hier.

 

Fragen an Julie Klassen

Julie Klassen hat auch auf Fragen geantwortet, die von Fans kamen, die nicht vor Ort dabei sein konnten. Hier eine Auswahl:


Wann erscheint "The Maid of Fairbourne Hall" auf Deutsch?

Das Buch wird unter dem Titel "Die Magd von Fairbourne Hall" im Januar 2013 erhältlich sein.


Entspringen die Ideen für Ihre Romane Ihrer Fantasie oder gibt es tatsächliche Begebenheiten, die Sie inspirieren?

Alle meine Romanfiguren sind erfunden. Allerdings recherchiere ich für jedes neue Buch, lese Tagebuchaufzeichnungen und mache mich mit den Besonderheiten der Zeit und des Umfeldes vertraut. Diese tatsächlichen Hintergründe fließen wieder in die Geschichte ein. Die Personen sind also frei erfunden, vieles, was ihnen widerfährt, hat sich in ihrer Zeit aber tatsächlich ähnlich zugetragen.


Wie sieht ein ganz normaler Tag bei Ihnen aus?

Das ist ganz unterschiedlich. Wenn die Familie aus dem Haus ist, verschaffe ich mir als erstes einen Überblick über die Neuigkeiten, schaue bei Facebook vorbei, lese E-Mails etc. Danach recherchiere ich entweder oder arbeite an meinem aktuellen Buch. Wenn ich den ersten Entwurf eines Romans schreibe, setze ich mir das Ziel, 5000 Worte am Tag zu Papier zu bringen. Ist das geschaffte, kommt die Feinarbeit. Ich überarbeite, schreibe um und korrigiere, bis mir die Geschichte so gut gefällt, dass ich sie - immer mit Blick auf die Deadline - an den Verlag schicke. Dann folgt eine weitere Runde Korrekturen und Änderungen.
Ein Großteil des Alltags besteht also aus Recherche, Schreiben und Überarbeiten.


Wie viel eigenes Temperament steckt in Ihren Romanheldinnen?

Meine Romanfiguren haben in der Regel nichts mit meiner eigenen Persönlichkeit zu tun. Es gibt aber eine Ausnahme: Mariah aus "Das Mädchen im Torhaus". Sie ist eine heimliche Schriftstellerin und ist mir darin in einigen Punkten ähnlich.


Ihr Nachname hört sich deutsch an. Stammt Ihre Familie aus Deutschland?

Ja, das ist tatsächlich so. Klassen ist der Name meines Mannes, aber bei uns beiden stammen Vorfahren aus Deutschland.


Wie kamen Sie eigentlich dazu, mit dem Schreiben anzufangen?

Meine Mutter hat ein Zeugnis aus der 2. Klasse aufgehoben, in dem steht "Julies Gedichte und Geschichten zeigen großes Potenzial". Ich hatte also schon immer Spaß daran, mir Geschichten auszudenken und zu schreiben. Trotzdem habe ich zunächst viele Jahre lang als Lektorin in einem Verlag gearbeitet.
Eines Tages habe ich mich als "heimliche Schriftstellerin" daran gewagt, selbst einen historischen Roman zu schreiben. Als er fertig war, wusste ich erst nicht, was ich damit machen sollte. Doch dann nahm ich all meinen Mut zusammen und sprach mit meinem Verleger darüber. Er hatte die Idee, das Manuskript unter Pseudonym an meiner Lektorenkollegen zur Bewertung zu schicken. Sie mochten es und so kam es, dass mein erstes Buch - unter meinem richtigen Namen, das Rätsel wurde dann aufgelöst - erschien. Ich schrieb weiter, zunächst neben meinem eigentlichen Beruf. Erst seit drei Jahren arbeite ich hauptberuflich als Autorin.