13.02.12

John Sperry, Bischof der Arktis, ist tot

 

Seine Nichte erzählt seine Lebensgeschichte

John Sperry, Bischof der Arktis, ist tot. Der 87-Jährige starb am Samstag in Hay River, Northwest Territories. Seine Nichte Nicola Vollkommer hat erst kürzlich die besondere Lebensgeschichte ihres „Onkel Jack“ aufgeschrieben. Die Biografie ist im Herbst 2011 unter dem Titel „Am Rande der gefrorenen Welt“ bei SCM Hänssler erschienen.
 
Vollkommer beschreibt darin, wie John Sperry einer gesicherten Zukunft den Rücken kehrte und einen Weg einschlug, der ihn an die eigenen und die Grenzen der Welt führte. Er lebte als Jäger, Schlittenführer und Pastor unter den Inuit nördlich des Polarkreises.
Eine kleine Siedlung in Eis und Schnee wurde zu seinem Zuhause. Dort heiratete er und gründete eine Familie. Er lebte wie die Inuit. Er teilte ihre Not, ihren Hunger und Temperaturen bis minus 60 Grad. Und er übersetzte die Bibel in ihre Sprache, die keine Wörter für Baum, Schaf oder Acker kennt – und keines für Liebe. 19 Jahre lang hatte er sein Zuhause am Rande der gefrorenen Welt und wurde schließlich sogar Bischof der Arktis.
Der Nachruf, den die Zeitung der Northwest Territories über ihn verfasste, war folglich mit den Worten überschrieben: „Die Arktis verliert einen lieben Freund“.


Vollkommer, Nicola
Am Rande der gefrorenen Welt
Gebunden, 288 S. ISBN: 978-3-7751-5307-2
€D 14,95 / €A 15,40 / sFr 22,50*


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