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Hilfe, Jesus, ich bin Jude (Buch - Paperback)

Ein Leben zwischen den Welten

4 Sterne

Hilfe, Jesus, ich bin Jude (Buch - Paperback)

Ein Leben zwischen den Welten

4 Sterne

Anatoli interessiert sich für die jüdischen Wurzeln seiner Familie. Dann diese furchtbare Entdeckung: 1941 wurden in einem grausamen Massaker über dreißigtausend Juden hingerichtet. Anatoli beginnt die Deutschen zu hassen. Bis ein Ereignis sein Leben verändert.

  • Artikel-Nr.: 396041000
  • Verlag: SCM Hänssler
  • Reihe: Die Bibel aus jüdischer Sicht
396.041

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Details

  • Artikel-Nr.: 396041000
  • Verlag: SCM Hänssler
  • Reihe: Die Bibel aus jüdischer Sicht

Artikelinformationen

Artikelbeschreibung

Kiew 1959. Ein jüdisches Paar bekommt einen Sohn, Anatoli. Er wird ein neugieriger Junge, stöbert in der Vergangenheit. Er interessiert sich für die jüdischen Wurzeln seiner Familie. Dann diese furchtbare Entdeckung: 1941 wurden in einem grausamen Massaker über dreißigtausend Juden hingerichtet, darunter auch seine eigenen Verwandten! Anatoli beginnt die Deutschen zu hassen. Bis ein Ereignis sein Leben verändert – und er den Propheten Jesus noch einmal ganz neu kennenlernt.

 

Zusatzinformationen
  • Format: Buch - Paperback
  • ISBN: 978-3-7751-6041-4
  • ISBN 10: 3775160418
  • Auflage: 1. Auflage, 16.12.2019
  • Seitenzahl: 256 S.
  • Maße: 13.5 x 21.5 x 2.1 cm
  • Gewicht: 363g

  • Inkl. 16-seitigem Bildteil

Extras

Leseprobe

Bewertungen

  • 4/5 Sterne

    Wie ein Jude, Christen und Juden versöhnen möchte

    von
    "Nur dann, wenn der Sohn euch frei macht, seid ihr wirklich frei." (Johannes 8,36)
    Am 8. April 1959 kommt Anatoli Uschomirski in Kiew zur Welt, der neugierige Junge wird schon recht früh mit seinen jüdischen Wurzeln konfrontiert. In der Schule verprügelt und als "Stinkender Jude" tituliert, merkte er schnell, dass er anders ist als die anderen. Ständig hatte er Angst als Jude aufzufallen und verprügelt oder verspottet zu werden. Recht früh stellt er seinen Eltern Fragen, wie: "Was heißt es, ein Jude zu sein? Ist es etwas Schlechtes, ein Jude zu sein? Kann ein Jude ein Nichtjude werden, um sich alle Unannehmlichkeiten im Leben zu ersparen?" Doch seine Mutter kann ihm diese Fragen nicht beantworten. Recht jung und unerfahren heiratet er Irina Kaz und muss schnell feststellen, dass die Ehe kein Abenteuer, sondern ein gegenseitiges Geben und Nehmen ist. Weiterhin will er mehr über seine jüdischen Wurzeln wissen und entdeckte dabei, das viele seiner Verwandten 1941 bei einem schrecklichen Massaker in Babyn Yar (Babyn Jar) ums Leben kamen. Er beginnt die Deutschen zu hassen und begibt sich auf die Suche nach der Wahrheit für sein Leben. Antworten jedoch findet er nicht im Judentum, Philosophie oder Esoterik. Erst als er ein Buch von Stan Telchin entdeckt und liest, werden ihm die Augen geöffnet, wo er Hilfe und Erlösung findet. Er nimmt Jesus als Erlöser an, besucht Gottesdienste von messianischen Juden und reist schließlich 1992 mit seiner Familie nach Deutschland aus, wo sie heute noch leben. Seit 1994 engagiert er sich dort beim Evangeliumsdienst für Israel (EDI), gründete eine jüdisch-messianische Gemeinde und hält viele Vorträge in ganz Europa. Immer davon das sich Juden und Christen annähern und versöhnen sollen.

    Meine Meinung:
    In dem Buch von Anatolis Lebensgeschichte geht es sehr viel um Versöhnung von Juden und Christen. Es geht darum, wie sein Weg zum Glauben an Jesus geführt hat. Er zeigt Ängste auf, die einige Juden haben, falls sie Jesus als ihren Erlöser annehmen. Schildert von seinen Schwierigkeiten als Jude unter Christen und ebenso als messianischer Jude unter Juden. Anatoli schildert, wie er Menschen hilft die noch immer unter ihrer nationalsozialistischen Vergangenheit leiden und spricht ihnen so weit möglich Vergebung zu. Er berichtet von seinem Theologiestudium und was dieses bei ihm auslöst. Schildert über seinen Glauben an Jesus, wie er befreit und er trotzdem noch Jude sein darf. Auch seine Frau Irina, mit der er inzwischen über 40 Jahre verheiratet ist, kommt mehrmals zu Wort und zeigt, ihre unterschiedliche Sicht. Schön fand ich den Bildteil in der Buchmitte, der das Ganze noch etwas auflockert. Interessante Leserbriefe bei dem es um Belastung und Vergebung geht und er beantwortet Fragen wie:
    "Was bedeutet es, ein Jude zu sein, der an Jesus glaubt?
    Hellenistisches oder hebräisches Denken?"
    Im Anhang befindet sich eine Zusammenfassung und weitere Themen:
    - Wie Juden und Christen die Bibel verstehen
    - Messianische Juden und die christliche Kirche
    - Die Verfolgung der Juden im Mittelalter
    - Die Aufklärung und die Neuzeit
    - Jüdische Wurzeln des christlichen Glaubens ....
    Besonders diesen Teil fand ich ein wenig trocken und theoretisch, zudem hatte ich mich über diese Themen schon früher informiert. Jedoch für Leser, die sich mit dieser Thematik noch nicht befasst hat, ist der Anhang sehr wertvoll. Ich für meinen Teil hätte allerdings lieber noch etwas mehr über seine jüdische Familie erfahren. Zusammengefasst ist es ein gutes Buch, dass helfen könnte den Riss zwischen Juden und Christen, etwas schmaler werden zu lassen, darum von mir 4 von 5 Sterne.
  • 4/5 Sterne

    Eine lehrreiche Mischung aus Biografie und Sachinformationen zum messianischen Judentum

    von
    Das Buch „Hilfe, Jesus, ich bin ein Jude – Ein Leben zwischen den Welten“ von Anatoli Uschomirski ist in einer neuen Auflage im SCM Hänssler Verlag erschienen.

    Anatoli Uschormirski wächst in der atheistisch geprägten Ukraine in den 60er und 70er Jahren des letzten Jahrhunderts auf. Aufgrund seiner jüdischen Nationalität muss er schnell erkennen, dass auch im Kommunismus nicht alle Menschen gleich sind. Es kommt zu diskriminierenden Vorfällen. Doch für Anatoli sind sie eine Herausforderung sich seinen jüdischen Wurzeln zu stellen. Im Rahmen seiner Nachforschungen muss er erfahren, dass auch seine Verwandten bei dem grausigen Massaker in Babyn Jar 1941 von den Deutschen hingerichtet wurden. Anatoli beginnt die Deutschen zu hassen, bis ihn ein Ereignis trifft und er Jesus als seinen Messias erkennt.

    Dieses zweigeteilte Buch enthält zunächst die Autobiografie von Anatoli Uschormirski und seiner Familie, mit der er seit 1992 in Deutschland lebt. Der relativ umfassende Anhang erklärt und beschreibt sachlich Informationen zur Entstehungs- und Entwicklungsgeschichte des messianischen Judentums sowie die heutige Situation messianischer Juden in Deutschland. Gerade hier wurde der Inhalt mit dieser Neuauflage aktualisiert. Ein Zwischenteil enthält persönliche Fotos des Autors. Der Schreibstil des Autors liest sich innerhalb der Biografie leicht und flüssig. Immer wieder kommen auch seine Ehefrau und seine Tochter zu Wort, um ihre Erfahrungen in bestimmten Situationen zu schildern. Der Anhang liest sich leicht schwieriger, da viel Inhalt auf wenige Seiten komprimiert werden muss. Beeindruckt hat mich, wie objektiv und ohne gravierende Schuldzuweisungen der Autor bestimmte Lebenssituationen oder auch seine Erfahrung mit der evangelischen Kirche hier in Deutschland beschreibt. Insgesamt gesehen ist es ein informatives Buch, dass inhaltlich viel über das messianische Judentum zu berichten weiß. Es erweitert mit Sicherheit den eigenen Horizont und daher empfehle ich es gerne weiter.
  • 4/5 Sterne

    interessant und lesenswert

    von
    Anatoli Uschomirski wird 1959 in Kiew als Sohn einer jüdischen Familie geboren. Doch seine Familie lebt diesen Glauben nicht, so ist Anatoli verwundert als Mitschüler ihn „stinkender Jude“ nennen und er beginnt in seiner Familiengeschichte zu forschen. Auf diese Weise findet er heraus, dass ein Teil seiner Familie beim Massaker in der Schlucht von Babyn Jar am 29. September 1941 den Tod fand. Dieses Wissen beeinflusst ihn erst einmal nicht sehr... auf die Schule folgt die Ausbildung, er lernt seine Frau Irina kennen und heiratet sie während seiner Armeezeit. Eigentlich zu unreif für die Ehe gestalten sich die 1. Jahre schwierig und es ist ein Wunder, dass Anatoli und Irina inzwischen auf 40 Ehejahre zurückblicken können.
    Anatoli ist auf der Suche nach dem Sinn seines Lebens und probiert Dies und Das. Als ihm ein Buch über eine jüdische Familie, die Jesus als ihren Messias erkennt, in die Hände gerät, wird er neugierig. Gemeinsam mit seiner Frau besucht er eine Gemeinde in Kiew und kommt zum Glauben an Jesus. Als in der Ukraine der Ton gegenüber den Juden rauer wird, steht eine weitere gravierende Veränderung für Anatoli und seine Familie an. 1992 wandern sie nach Deutschland aus und werden im Raum Stuttgart heimisch. Seit 1994 engagiert Anatoli sich beim „Evangeliumsdienst für Israel“, gründete und leitete eine jüdisch-messianische Gemeinde, studierte Theologie und ist häufig auf Predigt-und Vortragsreisen unterwegs.

    Der Titel „Hilfe, Jesus, ich bin Jude“ hat mich auf dieses Buch neugierig gemacht und ich bin sehr froh, dass ich es gelesen habe. Der 1. Teil gleicht einer Biographie, der Autor schildert sein Leben in der ehemaligen Sowjetunion, erzählt davon, dass er als Jude „abgestempelt“ war ohne zu wissen was das bedeutet. Erst als er zum Glauben an Jesus kommt, beginnt er seine jüdischen Wurzeln wahrzunehmen und auszuleben. So vereint er Jude sein und Christ sein und macht es sich dann in Deutschland zur Aufgabe anderen Juden von dem Messias zu erzählen. Ebenso setzt er sich für den Dialog zwischen messianischen Juden und Christen ein. Ein großes Kapitel ist da auch die Schuld, die das deutsche Volk gegenüber dem jüdischen Volk auf sich geladen hat. Der Autor schildert da sehr berührende Begegnungen und erzählt, dass Vergebung möglich ist.
    Der „Anhang“ im Buch ist sehr umfassend. Darin geht es um das unterschiedliche Bibelverständnis von Juden und Christen, um die Verfolgung der Juden in der Geschichte bis heute, um das Verhältnis zwischen Kirche und messianischen Juden.
    In der Mitte des Buches gibt es einen Fototeil, der mir sehr gut gefallen hat. Seht schön war auch, dass zwischendrin Irina Uschomirski zu Wort kam, ebenso wie die Tochter der Familie und Teilnehmer von Jugendfreizeiten. Das alles rundet das Buch ab.

    Das Buch hat mir sehr gut gefallen. Es schildert das Leben und den Auftrag des Autors und vermittelte mir Einsichten in der Glauben der messianischen Juden. Gern empfehle ich das Buch weiter.
  • 4/5 Sterne

    Ein messianischer Jude baut Brücken

    von
    Der 1959 geborene Autor wächst in der Ukraine auf. In seinem Personalausweis ist aber als Nationalität nicht Russe oder Ukrainer eingetragen, sondern Jude. Vom jüdischen Glauben weiß er wenig, da seine Familie nicht religiös ist, aber dass er Jude ist, bekommt er schon als Kind deutlich zu spüren. Für die Ukrainer sind Juden niederwertige Personen, darum wird Anatoli Uschomirski schon als Kind verspottet.

    Irgendwann erfährt er Erschreckendes aus seiner Familiengeschichte. Viele seiner Verwandte wurden im Dritten Reich auf schreckliche Weise getötet. So spürt er auf verschiedene Weisen die Nachteile seiner jüdischen Identität.

    Er spürt eine Sehnsucht nach etwas Größerem, und er probiert verschiedene Philosophien und Religionen aus. In einem Buch liest er schließlich von einer jüdischen Familie, die den Messias fand. Trotz seiner Vorurteile gegenüber Juden, die Jesus nachfolgen, ist er schließlich überzeugt, dass Jesus tatsächlich der Messias ist.

    In diesem Buch setzt er sich mit der Verhältnis zwischen Christen und Juden auseinander. Inzwischen lebt er in Deutschland, und er weiß welche Last das deutsche Volk trägt. Viele Menschen schütten ihm ihr Herz aus, weil sie unter der Schuld des deutschen Volkes gegenüber den Juden leiden. Auf der anderen Seite erlebt er aber auch, dass messianische Juden von Veranstaltungen wie dem Kirchentag ausgeschlossen werden. Er setzt sich für Versöhnung ein, und möchte ein Brückenbauer zwischen Christen und messianischen Juden sein. Er ist überzeugt, Christen brauchen messianische Juden, um das Umfeld besser zu verstehen, in der die biblische Geschichten entstanden sind.

    Der Autor berichtet in diesem Buch von seinem Weg zum Glauben in der Ukraine, und von seinem Dienst in einem messianischen Missionswerk in Deutschland. Er erzählt von Jugendfreizeiten und von den Schwierigkeiten bei seinem christlichen Theologiestudium. Dabei wundert er sich immer wieder, wie weit sich das Christentum von seinen jüdischen Wurzeln entfernt hat.

    Im letzten Drittel des Buchs finden sich mehrere grundsätzliche Überlegungen und Texte zu der Geschichte des Judentums und dem Verhältnis zwischen Christen und messianischen Juden. Das Thema Kirchentag und die Ausladung der messianischen Juden wird ausführlich erörtert. Dabei schwingt auch die Frage mit, ob Juden missioniert werden sollen oder dürfen. Der Autor hat auf jeden Fall viele Lebensveränderungen erlebt, wenn Juden Jesus als Messias erkannt haben, und er fragt sich, warum man dem jüdischen Volk die gute Nachricht vorenthalten sollte. Einige Texte im Anhang geben interessante geschichtliche Einblicke, dafür sind die Texte zum Kirchentag vielleicht etwas zu umfangreich.

    Fazit: Eine interessante und wichtige Lebensgeschichte, die Christen an ihre jüdische Wurzeln erinnert.
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